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16 BERGSTEIGER FERNGLÄSER IM TEST
ür Bergsteiger sind Ferngläser willkommene Helfer, sei es um den weiteren Routenverlauf zu studieren, um einen Lawinenhang zu begutachten, um Wildtiere zu beobachten oder einfach nur um das Panorama zu genießen.
Die Entwicklung des Fernglases geht bis weit ins 19. Jahrhundert zurück. Bereits damals gab es schon Theatergläser, und auch das Militär benutzte »Feldstecher« zur Beobachtung im Gelände. 1823 erhielt ein gewisser Herr Voigtländer die kaiserliche Lizenz zur Herstellung von sogenannten Ferngläsern: Der Name hat bis heute Bestand. Die ersten dieser Art waren PorroprismenKonstruktionen, in denen der einfallende Lichtstrahl mehrfach umgelenkt wird. Man erkennt sie an den weit auseinander stehenden Objektiven und eng beieinander liegenden Austrittsöffnungen. Um 1900 entwickelten Firmen wie Carl Zeiss Jena die Dachkantprismen, nach deren Muster die heute üblichen Ferngläser (darunter auch alle aus unserer Auswahl) konstruiert sind. Ein Modell dieser Art ist nach den beiden Physikern Abbe-König benannt, der Verzicht auf eine Verspiegelung steht bei dieser Bauart im Vordergrund.
Neben den hier vorgestellten gibt es unzählige weitere Modelle – vom billigen Taschenfernglas über das Nachtglas mit Restlichtverstärker bis hin zum mehrere tausend Euro teuren Spezialglas mit Bildstabilisierung. Der Preis sollte nicht das ausschlaggebende Argument beim Kauf eines Fernglases sein. Denn anders als beispielsweise bei einer Digitalkamera ist die Technik beim Fernglas auch nach vielen Jahren noch nicht veraltet.
Gewicht
Das Gewicht des Fernglases spielt für Bergsteiger und Wanderer selbstverständlich eine entscheidende Rolle. Ein leichtes Fernglas, das auch in der kleinsten Deckeltasche Platz findet, wird öfter mitgenommen als ein voluminöses und schweres Modell. Die Spanne reicht hier von 100-Gramm-Leichtgewichten bis zu massiven Geräten, die mehr als 600 Gramm schwer sind. Selbstverständlich geht das geringere Gewicht auf Kosten der Ausstattung: Bei den 100 Gramm leichten Ferngläsern handelt es sich um Monokulare mit eingeschränktem Anwendungsbereich. Das leichteste Binokular ist das Zeiss Conquest mit 187 Gramm, das zudem mit hervorragender Verarbeitung und optischen Spitzenleistungen glänzt. Schwere Ferngläser haben den Vorteil, dass sie
deutlich ruhiger und stabiler in der Hand liegen – ein Umstand, der sich besonders `bei starken Vergrößerungen bemerkbar macht. Unser Tipp: Leichte Ferngläser mit achtfacher Vergrößerung. Bei zehnfacher Vergrößerung besteht deutlich erhöhte Verwacklungsgefahr.
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